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Messing Druckguss
- Vorteile

Die Vorteile auf einen Blick

- Komplexe und filigrane Bauteilgeometrien realisierbar
- Hohe Maßhaltigkeit und Wiederholgenauigkeit
- Dünnwandige Konstruktionen möglich
- Zugfestigkeiten von etwa 380 bis 750 N/mm²
- Gute Korrosions- und Verschleißbeständigkeit
- Legierungen mit erhöhter elektrischer Leitfähigkeit verfügbar
- Integration mehrerer Funktionen in ein Gussteil
- Reduzierter Bearbeitungs- und Montageaufwand
- Bauteile von wenigen Gramm bis zu mehreren Kilogramm
- Wirtschaftliche Fertigung wiederkehrender Serien

Übersicht Messing-Legierungen

Die Gruppe der Messingwerkstoffe wird durch Legieren des reinen Kupfers mit Zink gebildet. Sondermessinge enthalten zusätzliche Legierungselemente.

CUZN16SI4 CUZN38AL CUZN37AL1 CUZN34MN3AL2FE1 CUZN35MN2AL1FE1 CUZN25AL5MN4FE3
alternative Bezeichnung S 0600, CC761S M 0100, CC767S S 0100, CC766S S 0300, CC764S S 0340, CC765S S 0350, CC762S
Zugfestigkeit Rm in N/mm² 500 380 450 600 475 750
Dehngrenze Rp 0,2 in N/mm² 300 130 170 260 200 480
Bruchdehnung A in % 8 30 25 10 18 8
Härte in HB 130 75 105 140 110 180
Elektrische Leitfähigkeit in MS/m 3 12 8 8 8 7
Dichte in kg/dm³ 8,3 8,3 8,5 8,6 8,6 8,2

Warum Messingdruckguss überzeugt

Effizient in der Serienfertigung

Messinglegierungen lassen sich im Druckgießverfahren präzise und in großen Stückzahlen verarbeiten. Die hohe Wiederholgenauigkeit und kurzen Fertigungszyklen sorgen für eine wirtschaftliche Produktion. Im Vergleich zu vielen anderen Herstellungsverfahren lassen sich dadurch deutliche Kostenvorteile erzielen.

Robust im Einsatz

Messing besitzt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Korrosion, Feuchtigkeit und Wasser. In vielen Anwendungen ist deshalb keine zusätzliche Oberflächenbehandlung erforderlich. Spezielle Messinglegierungen eignen sich sogar für den Einsatz in salzhaltiger Luft und im Kontakt mit Seewasser.

Belastbar bei hohen Anforderungen

Bei stark beanspruchten Bauteilen stoßen klassische Aluminium- und Zinkdruckgusslegierungen häufig an ihre Grenzen. Messinglegierungen erreichen Festigkeitswerte von etwa 350 bis 500 N/mm². Damit bieten sie eine zuverlässige Grundlage für robuste und anspruchsvolle Konstruktionen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für Messingdruckguss

Messingdruckguss ist besonders dann eine geeignete Lösung, wenn:

– eine höhere Festigkeit als beim bisher verwendeten Werkstoff erforderlich ist
– die Beständigkeit gegenüber Korrosion erhöht werden soll
– hygienische oder antibakterielle Materialeigenschaften gefragt sind

Häufige Fragen zum Messingdruckguss

Was ist Messingdruckguss?

Beim Messingdruckguss wird die flüssige Messinglegierung unter hohem Druck und mit hoher Geschwindigkeit in ein metallisches Dauerwerkzeug eingebracht. Das Material füllt dabei auch komplexe Konturen, dünnere Wandbereiche und integrierte Funktionselemente zuverlässig aus. Nach dem Erstarren wird das Bauteil entnommen und der nächste Gießzyklus beginnt.

Durch den wiederholbaren Prozess entstehen maßhaltige Serienbauteile mit gleichbleibenden mechanischen Eigenschaften und einer hohen Oberflächenqualität. Bohrungen, Befestigungspunkte, Verstärkungsrippen und weitere konstruktive Merkmale können bereits in die Bauteilgeometrie integriert werden. Dadurch reduziert sich der Aufwand für nachfolgende Bearbeitungsschritte.

Messingdruckguss verbindet hohe Festigkeit, gute Korrosionsbeständigkeit und präzise Formgebung in einem wirtschaftlichen Serienverfahren. Selbst anspruchsvolle Geometrien lassen sich wiederholgenau herstellen. Funktionselemente wie Rippen, Aufnahmen, Durchbrüche und Befestigungspunkte können direkt in das Gussteil integriert werden.

Je nach Legierung bieten die Bauteile außerdem eine hohe Härte, gute Verschleißbeständigkeit oder eine erhöhte elektrische Leitfähigkeit. Durch die endkonturnahe Fertigung wird weniger Material abgetragen als bei der spanenden Herstellung aus Vollmaterial. Das senkt den Bearbeitungsaufwand und ermöglicht eine effiziente Produktion belastbarer Präzisionsteile.

Da für jedes Bauteil ein individuelles Dauerwerkzeug benötigt wird, eignet sich Messingdruckguss vor allem für wiederkehrende Serien. Die Wirtschaftlichkeit hängt jedoch nicht nur von der Stückzahl ab. Auch Bauteilgröße, Gewicht, Komplexität, Legierung, Werkzeugaufwand und Nachbearbeitung beeinflussen die Kosten. Eine Bewertung erfolgt daher immer bauteilbezogen.

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Messingdruckguss kommt zum Einsatz, wenn die mechanischen oder thermischen Anforderungen über die Möglichkeiten vieler Aluminium- und Zinklegierungen hinausgehen. Messinglegierungen erreichen eine hohe Festigkeit, Härte und Verschleißbeständigkeit. Sie eignen sich deshalb für Bauteile, die dauerhaft starken Kräften, Reibung oder anspruchsvollen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind.

Darüber hinaus bietet Messing eine gute Korrosionsbeständigkeit und – abhängig von der Legierung – eine hohe elektrische Leitfähigkeit. Damit ist Messingdruckguss besonders interessant für belastete Gehäuse, Verbindungselemente, elektrische Komponenten und wasserführende Bauteile. Die Vorteile des Druckgussverfahrens wie kurze Taktzeiten, hohe Maßhaltigkeit und komplexe Formgebung bleiben dabei erhalten.

Messingdruckguss kann Stahl- oder Edelstahlkonstruktionen ersetzen, wenn komplexe Bauteile bisher aus mehreren Einzelteilen gefertigt, verschweißt oder umfangreich spanend bearbeitet werden. Im Druckguss lassen sich viele Funktionen direkt in ein einziges Bauteil integrieren. Dadurch sinken Montageaufwand, Teileanzahl und Bearbeitungsumfang.

Die hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit ausgewählter Messinglegierungen ermöglichen den Einsatz auch bei mechanisch anspruchsvollen Anwendungen. Gleichzeitig besitzt Messing gute Gleit- und Verschleißeigenschaften und lässt sich bei Bedarf präzise nachbearbeiten. Besonders bei wiederkehrenden Serien kann ein endkonturnah gefertigtes Druckgussteil eine technisch und wirtschaftlich überzeugende Alternative zu gefrästen, geschmiedeten oder geschweißten Stahlbauteilen darstellen.

Wir verarbeiten unterschiedliche bleifreie Messing- und Sondermessinglegierungen. Das Werkstoffspektrum deckt Anwendungen mit hohen Anforderungen an Festigkeit, Härte, Korrosionsbeständigkeit und elektrische Leitfähigkeit ab.

CuZn16Si4-C eignet sich beispielsweise für mechanisch hoch belastete Bauteile und verbindet hohe Festigkeit mit guter Korrosionsbeständigkeit. CuZn38Al-C bietet Vorteile bei Anwendungen, für die eine erhöhte elektrische Leitfähigkeit erforderlich ist. Darüber hinaus stehen weitere Legierungen für besonders verschleißbeanspruchte oder hochfeste Komponenten zur Verfügung. Die Werkstoffauswahl erfolgt anhand der Funktion, Belastung und Einsatzbedingungen des jeweiligen Bauteils.

Entscheidend sind die spätere Funktion, die mechanische Belastung und die Umgebungsbedingungen des Bauteils. Zusätzlich können elektrische Leitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Verschleißverhalten und erforderliche Nachbearbeitungen eine Rolle spielen. Werkstoff, Bauteilgeometrie und Druckgussprozess werden deshalb gezielt aufeinander abgestimmt.

Falls Sie bei der Auswahl der passenden Messinglegierung Unterstützung benötigen, beraten wir Sie gerne und begleiten Ihr Vorhaben von der Werkstoffauswahl bis zur Umsetzung.

Messingdruckgussteile zeichnen sich durch eine hohe mechanische Belastbarkeit aus und eignen sich für Konstruktionsteile mit mittleren bis sehr hohen Festigkeitsanforderungen. Abhängig von der Legierung werden Zugfestigkeiten von etwa 380 bis 750 N/mm² erreicht. CuZn16Si4-C bietet beispielsweise eine Zugfestigkeit von rund 500 N/mm², während hochfeste Sondermessinge Werte von bis zu 750 N/mm² erreichen können.

Neben der Zugfestigkeit überzeugen die Werkstoffe durch hohe Härte, Verschleißbeständigkeit und eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischer Beanspruchung. Dadurch eignet sich Messingdruckguss unter anderem für belastete Gehäuse, Hebel, Getriebekomponenten, Klemmstücke und Armaturen. Die Verbindung aus hoher Festigkeit und präziser Formgebung macht das Verfahren zu einer leistungsfähigen Alternative, wenn Aluminium- oder Zinkdruckguss die geforderten mechanischen Eigenschaften nicht erreicht.

Messingdruckgussteile lassen sich nach dem Gießen gezielt mechanisch bearbeiten. Je nach Bauteilanforderung sind unter anderem Bohren, Fräsen, Drehen, Gewindeschneiden, Schleifen und Polieren möglich. Dadurch können enge Toleranzen, präzise Funktionsflächen und montagefertige Anschlüsse hergestellt werden.

Auch verschiedene Oberflächenbehandlungen und Beschichtungen lassen sich realisieren. Sie dienen beispielsweise der optischen Veredelung, dem zusätzlichen Korrosionsschutz oder der Anpassung funktionaler Oberflächeneigenschaften. Weil viele Konturen bereits im Druckgusswerkzeug erzeugt werden, beschränkt sich die Nachbearbeitung meist auf die tatsächlich funktionsrelevanten Bereiche. Das reduziert Bearbeitungszeit und Materialeinsatz.